Weiterbildung Praxisanleitung

Praxisanleitung als Berufsperspektive:

Auszubildende in Pflegeberufen werden zu einem Großteil praktisch in einer stationären oder ambulanten Einrichtung ausgebildet. Aus diesem Grund ist es unverzichtbar und gesetzlich gefordert, dass die Anleitung der Auszubildenden in der Praxis auch durch eine geeignete Fachkraft gesichert wird. Als Praxisanleiter/in sind Sie für die Aufgabenplanung und Betreuung der Auszubildenden, unter Berücksichtigung des Rahmenlehrplans, zuständig. Sie sind Vorbild für die berufliche Haltung und führen Ihre Schützlinge in den Beruf ein.

 

Weiterbildungsverlauf:

Die Weiterbildung umfasst, dem Standard der berufspädagogischen Weiterbildung zur Praxisanleitung in NRW von 2003 entsprechend, 200 Unterrichtsstunden, die in der Regel berufsbegleitend abgelegt werden.
Diese teilen sich auf in 160 theoretische und 40 fachpraktische Unterrichtsstunden.
Bei vorausgegangener Weiterbildung als Mentor/in kann die Zahl der Unterrichtsstunden verkürzt werden.

Ihre Weiterbildung zur Praxisanleitung lässt sich in 3 Lernbereiche unterteilen.
Der erste Lernbereich schult Sie darin, Lernprozesse in der Pflegepraxis zu initiieren, zu planen, durchzuführen und zu evaluieren. Die eigene Berufssituation, die Rolle als Praxisanleiter/in und die eigene Pflegekompetenz reflektieren Sie im zweiten Lernbereich. Der dritte Lernbereich beschäftigt sich mit den ausbildungsrechtlichen, institutionellen und strukturellen Rahmenbedingungen der Lernprozesse und der Pflegepraxis.

Die Weiterbildung schließt mit einer Hausarbeit, einer Lehrprobe „berufspraktische Anleitung“ und einem Abschluss-Kolloquium ab.

 

Teilnahmevoraussetzungen:

Sie besitzen

  • Eine abgeschlossene dreijährige Berufsausbildung im Bereich Pflege
  • Berufserfahrung von mindestens zwei Jahren

 

Im Rahmen der „Registrierung beruflich Pflegender“ können für diese Weiterbildung 18 Punkte angerechnet werden.